Jahnstadion Wiedenbrück

Architektur

Das Jahnstadion liegt – wie der Vereinsname schon suggeriert – im Ortsteil Wiedenbrück und wurde seit 2003 kontinuierlich von einem Dorfsportplatz zu einem schmucken kleinen, für einen ostwestfälischen Pimpernellenverein völlig ausreichenden Stadion ausgebaut. Neben dem Eingang und des Sportheims findet sich auf der einen Hintertorseite noch die Gaststätte samt Stühlen zum Draußen sitzen. Gegenüber auf der anderen Hintertorseite steht ein abgetrennter Gästebereich mit einigen Stehstufen zur Verfügung, der allerdings mit Zäunen und Werbetafeln schier zugepflastert ist.
Auf der einen Längsseite steht eine 5-stufige Stehtribüne zur Verfügung, die nicht überdacht ist und Platz für ca. 1.500 Menschen bietet. Gegenüber gibt es eine überdachte Haupttribüne mit Holzbänken, wie man sie in ruralen Schulsporthallen ebenfalls vorfindet. Diese bietet Platz für ca. 850 Menschen und wer keinen Sitzplatz mag, der stellt sich einfach an die üppig vorhandenen Stehtische hinter den Sitzbänken und konsumiert sein Kaltgetränk, welches man praktischerweise direkt vor Ort erwerben kann. Im Gegensatz zu der Stehtribüne zieht sich die Haupttribüne nicht über die gesamte Länge des Spielfelds, sondern wird zum Eingang hin von der Sprecherkabine und einem gemütlichen Grünwall ergänzt.
Eine Anzeigetafel hat das Stadion nicht zu bieten und auch die Flutlichtmasten eignen sich maximal für Training, bzw. für Freundschaftsspiele.

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Parkplätze/Anfahrt

Das Stadion liegt direkt an der Hauptstraße des Ortsteils Wiedenbrück, über eine Schnellstraße bequem in 5 Minuten von der A2 aus zu erreichen. Am Stadion gibt’s insgesamt 650 kostenlose Parkplätze. Besser geht’s nicht.
Der Bahnhof liegt im Ortsteil Rheda. Von dort aus hat man Anschluss an den legendären Auswärts-Regionalexpress, der halbstündlich vom Ruhrpott nach Hannover/Minden pendelt und vor allem Samstags einen nicht zu unterschätzenden Spaßfaktor bereithält.
Vom Bahnhof kann man mit dem Bus in 20 Minuten zum Freibad fahren, welches in Sichtweite vom Jahnstadion liegt.

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Verpflegung

Bratwurst, Currywurst, Fritten, Frikadellenbrötchen, oder alles mit Fritten kombiniert. Die Bratwurst schlug immerhin mit 2,50€ ins Kontor und dazu gab’s eine sonnengetrocknete Scheibe Toast.
Die Getränke waren ebenfalls selbstbewusst bepreist. Die üblichen Softdrinks, bzw. das Bier gab’s für 2,50€ für 0,3l + Becherpfand.
Außerdem kann man sich in der Vereinskneipe mit Blick aufs Spielfeld Obstler genehmigen, was an diesem sonnigen Sonntagnachmittag vor allem ergraute Herren jenseits der 70 und mit Schirmmütze dazu animierte, sich eine rote Nase zuzulegen.
Die Bratwurst war zwar ganz lecker und auch die Fritten scheinen wohl geschmeckt zu haben. Aber für die 4. Liga finde ich die Preise schon relativ teuer.

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Eintrittspreise/Vorverkauf

Simples Preismodell: Sitzen auf der überdachten Tribüne geht für 12€, stehen kostet überaus faire 5€. Dazu gibt’s Ermäßigungen (auf die Sitzplätze) für Frauen, Rentner, Jugendliche. Da kostet’s dann auch 5€. Kinder unter 14 kommen ganz umsonst rein.
Infos auf der Homepage, aber keine VVK-Möglichkeit.

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Stimmung/Kulisse

Immerhin 683 Zuschauer sorgten dafür, dass das enge Stadion einigermaßen gut gefüllt aussah. Auf Seiten vom SC Wiedenbrück war eine kleine Ultra-Gruppierung damit beschäftigt, etwas Stimmung ins Eckige zu bringen, was ihnen für „Dorfclub“-Verhältnisse auch recht gut gelang. Außerdem haben sie sich mit dem 7er der Schalker angelegt, was dieser bei seiner Auswechslung auch entsprechend zu würdigen wusste, indem er sich bei den Jungs für die Unterstützung bedankte.
Schalke hatte aufgrund des zeitgleichen Auftritts in Wolfsburg nur ein paar Unentwegte dabei. Insgesamt so ungefähr 20 Nasen, davon ein Fünferpulk mit einer Schwenkfahne, einem 5cm kurzen Minirock mit käsigen Beinen (#spargelsaison) und ein Typ mit einem selbstgestrickten Poncho.
Unterhaltungswert war also durchaus vielfältig gegeben.

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Fazit

In Wiedenbrück kann man gemütlich, bei heimeliger Vereinsatmosphäre Fußball gucken. Man merkt schon, dass man in Ostwestfalen ist und die Menschheit um einen herum ziemlich auf’m Boden geblieben ist. Ein Derby gegen Gütersloh, Verl oder Paderborn hätte aber auch hier sicher einen ganz besonderen Reiz.

32/50 :gruen:

Besuchtes Spiel: SC Wiedenbrück 2000 – FC Schalke 04 II. (0:2), 29. Spieltag der Regionalliga West am 19.4.2015

Zuschauer: 683

Kapazität: ca. 2.800

Kontakt: http://www.scw2000.de

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