Stade Bolleart-Delelis, Lens (F)

Architektur
Seit 2012 heißt das Stadion Stade Bollaert-Delelis, denn neben Felix Bollaert, dessen Name das Stadion seit der Eröffnung 1933 trägt, wird jetzt auch André Delelis, langjähriger Bürgermeister in Lens geehrt, der maßgeblich dazu beigetragen hat, das Stadion für die WM’98 zu modernisieren. Im Jahre 2015 wurde das Stadion abermals modernisiert, denn wie auch das nur 40 km entfernte Stade Pierre-Mauroy des OSC Lille, wurde auch Lens für die EM 2016 berücksichtigt.Nach den letzten Umbauarbeiten fasst das Stadion 38.223 Zuschauer.

Das Stadion umfasst vier durchaus eindrucksvolle Tribünen, die jeweils mit einem kleineren Unter- und einem imposanten Oberrang ausgestattet sind. Auf dem Dach sind die Tribünen durch ein Stahlgeflecht miteinander und mit Trägerpfosten verbunden. Trotz der, auf den ersten Blick ähnlichen Tribünen, sind diese bei genauerer Betrachtung unterschiedlich. So ist der Unterrang der Gegengerade größer als die anderen, die Haupttribüne ist eigentlich dreistöckig, weil noch Logen enthalten sind und die Tribune Trannin im Süden und die Haupttribüne sind in einer Ecke trapezförmig gestaltet. Der Grund für die Aussparung ist ein pragmatischer: Die Eisenbahnlinie, die direkt am Stadion vorbei geht.

Das Stade Bollaert-Delelis hat durch die ganzen Umbauten einen eher zusammengewürfelten, fast britischen Charakter. Mir gefällt’s! Panorama_RCL

40/50

Parkplätze/Anfahrt

Mit der Bahn gibt’s überhaupt kein Problem. Mit dem TGV sind Paris, bzw. Dunkerque zu erreichen und Regionalzüge fahren nach Lille, Arras und Valenciennes. Vom Bahnhof sind es 700m Fußweg zum Stadion.

Wer mit dem Auto anreist, sollte frühzeitig da sein, sonst bleibt nur noch der Parkplatz quer auf dem Bürgersteig. Es gibt ums Stadion herum nur etwa 1.500 Parkplätze, davon nicht alle kostenlos, bzw. überhaupt für den gemeinen Pöbel befahrbar. Außerdem ist die Autobahn zwar auch nur 500 Meter entfernt, aber wir dürfen nicht vergessen, dass Lens eben eine Kleinstadt ist und so zieht es sich nach Anpfiff etwas, bis man diese Strecke zurückgelegt hat.

14/50

Verpflegung/Einlass

Überraschend vielfältig, es gab die üblichen Sandwiches und Burger für je 5€, Hot-Dogs mit Merguez-Wurst ebenfalls für nen 5er, riesige Fritten für 4€ und endlich kam ich mal in die Gelegenheit, so nen Mexicano zu probieren. Gar nicht so scheiße, nur das Baguette war etwas staubig. Donuts und Cookies für 2€ runden das Angebot ab.Für den gleichen Preis gibt es 0,5l Wasser, oder nen Kaffee/Kakao, Softdrinks gibt’s für 3,50 und alkoholfreies Bier für 5€. Jeweils alles in 0,5er Gebinden. Ging übrigens alles recht fix, auch in der Halbzeit. Ich stand vielleicht 30 Sekunden an.

18/20

Eintrittspreise/Vorverkauf

Ticket_RCL

Los geht’s für 10€, Hintertor Unterrang. Oberrang kostet 15€, Gegentribüne 20-25 und Haupttribüne 30-35. Alles Sitzplätze, selbstverständlich. Am Stadion kostet alles 2€ mehr. Online kann man platzgenau buchen, wieder mit hübscher 3D-Stadionansicht und per Bankeinzug und Kreditkarte bezahlen.

19/20

Stimmung/Kulisse

Die Fans des RCL stehen über den kompletten Unterrang der Gegengerade verteilt und trotz der bescheidenen Tabellensituation (ohne Punkte Tabellenletzter) und dem frühen Rückstand, hat man sich nicht lumpen lassen und 90 Minuten gut Stimmung verbreitet. Richtig gut wurde es beim Wechselgesang mit der Nordtribüne. Wie in Frankreich üblich, war das Liedgut eher ultraorientiert.

 

Besuchtes Spiel: 6. Spieltag der Ligue 2 2017/18 – RC Lens vs. FC Lorient (2:3) am 09.09.2017

Zuschauer: 21.931 / 150

91/110 Punkte

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