Albstadion, Heidenheim

Architektur

Das Albstadion war bis 2008 eigentlich ein besserer Sportplatz mit einer kleinen Haupttribüne und wurde in den vergangenen Jahren fleißig umgebaut. Seit gut 2 Jahren ist der Kasten nun komplett geschlossen und beansprucht für sich, das erste energieneutrale Stadion in Deutschland zu sein. Erreicht wird das durch eine wahre Armada von Solaranlagen auf dem Dach. Die Architektur gibt sich relativ unspektakulär, es ist ein Einrangstadion mit ca. 15 Reihen, komplett überdacht und die Flutlichtmasten neigen sich schräg direkt über’s Spielfeld.

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Spannend ist die Quote Stehplätze/Sitzplätze/Business-Seats. Die Kurven und Teile der Gegentribüne bestehen komplett aus Stehplätzen, nur die Gegentribüne und die unteren 5 Reihen der Haupttribüne sind Sitzplätze und der komplette Rest der Haupttribüne besteht aus VIP-Sitzen.

Die Anzeigetafel hängt genau neben dem Gästeblock, sodass man sie aus diesem genau nicht sehen kann. Da auch der Handyempfang (Telekom) auf dem ollen Hügel praktisch nicht vorhanden ist, sollte man sich ein Kofferradio mitnehmen, wenn man Zwischenstände von den anderen Plätzen wissen will.

24/50

Parkplätze/Anfahrt

Oben auf dem Berg darf man nur mit Parkausweis parken. Da merkt man, dass das Stadion viel schneller gewachsen ist, als das Umfeld. Es gibt an den Stadträndern allerhand kostenlose (hallo Aue!) Park&Ride-Parkplätze, von denen Shuttlebusse verkehren. Die Busse halten zumindest auf der Hinfahrt auch auf der Strecke, sodass ich dort von meinem Parkplatz aus bequem zusteigen konnte. Nur die Rückfahrt fiel irgendwie aus, denn meine Frage an den Busfahrer nach dem Spiel, ob er denn auf dem Rückweg auch an der Technischen Schule halten würde, blieb auf typisch schwäbisch-freundliche Art unbeantwortet. Ein Ureinwohner bemerkte aber, dass nicht jeder Bus dort unten halten würde und man das vorher nicht wüsste und da meine Lust begrenzt war, irgendwo auf nem Parkplatz am Arsch der Heide rumzustehen, während mein Auto 5 km von mir entfernt ist, wanderte ich nach dem Spiel eben gemütlich die 3 km (!) diesen beschissenen Berg runter.

Das Handynetz hatte ich ja schon angesprochen, solltet also tunlichst schon vorher die Route zum Auto bei Google Maps eingeben, sonst kann es passieren, dass ihr euch auf dem Rückweg verlauft und den ausgehungerten Hirschen zum Opfer fallt, die im angrenzenden Wildpark überall auf ver(w)irrte Gästefans lauern.

Zum Bahnhof fahren übrigens auch kostenlose Shuttlebusse. Es gibt noch einen zweiten Bahnhof am Voithwerk, der näher dran ist, aber von dort fahren glaub ich keine Busse und wenn man den Weg zu Fuß plant, sollte man sich vorher im Wald nen Ast als Wanderstock suchen.

10/20

Verpflegung/Einlass

Es gibt im Gästeblock drei verschiedene Würste (Bratwurst, Rote und Feuerwurst) für je 3,50€ und Currywurst für 4€, außerdem irgendwelche belegte Laugenstangen zu 3,50€. Die Bratwurst dürfte die Schlechteste der 2. Liga sein, denn geschmacklich hätte man auch einfach nen Eiswürfel ins Brötchen legen können, das wäre genauso gewürzt gewesen.

Getränke gibt’s mit Alkohol in 0,4er Gebinden und ohne in 0,5er. Der Liter Bier kostet 8,75, für den Liter Weinschorle zahlt man umgerechnet nen 10er. Die üblichen Softdrinks eines Konzerns aus Atlanta für 7€/l und erfreulich günstige 5€ für nen Liter Wasser.

08/20

Eintrittspreise/Vorverkauf

12€ wollte man für den Stehplatz im Gästeblock haben. Ein fairer Kurs und zudem kriegt man ja noch 20% Rabatt beim örtlichen Sportgeschäft. 😉
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Sitzen kann man für 24€ auf der Gegentribüne und 30€ auf der Haupttribüne. Als Vereinsmitglied kann man 6-7€ Mitgliederrabatt bekommen.

Eine Buchung ist platzgenau möglich und zahlen kann man mit allerhand Karten, PayPal und mit Lastschrift.

16/20

Stimmung/Kulisse

Die „Fanatico Boys“ waren aus irgendwelchen Gründen nicht anwesend und so beschränkte sich der Support der Heimmannschaft auf rhythmisches Klatschen bei den vereinzelten Standardsituationen. Das Stadion gibt prinzipiell schon einiges her, enger Kasten und niedriges Dach.

Besuchtes Spiel: 32. Spieltag der 2. Bundesliga 2016/2017 / 1. FC Heidenheim – Hannover 96 (0:2)

Zuschauer: 13.000/1.100

58/110 Punkte

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