De Zwaaier, Werkendam (NL)

Architektur

Im verschlafenen 15.000-Einwohner-Nest Werkendam ist der amtierende Meister der Topklasse Zatertag zuhause. Die Kozakken Boys tragen ihre Heimspiele am Ortsrand im Sportpark de Zwaaier aus, einer Anlage von durchaus eindrucksvollem Ausmaß. Neben dem Stadion befinden sich nicht weniger als 6 Plätze in perfektem Zustand, eine Sporthalle und verschiedene Kinderspielplätze auf dem Gelände. Auf dem Gelände findet man an eigentlich jeder Ecke irgendwo das Vereinswappen. Sei es nun als Standuhr, als Teppich vor den Spielerkabinen oder überlebensgroß an der Außenfassade des Vereinsheims.

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Im Vereinsheim geht die Detailliebe weiter – unter Anderem stehen dort Holztische mit geschnitztem Wappen und Stehtische, die jeweils einem besonderen Spiel der Vergangenheit gewidmet sind und mit Fotos oder Zeitungsartikeln zu dem jeweiligen Spiel beklebt wurden. Neben den üblichen Schals befindet sich oberhalb der Fenster noch eine Kreidetafel, an der die Aufstiege und Erfolge der Kozakken Boys geschrieben wurden. Vor der Kreidetafel hängt so ne Art Glücksrad, natürlich auch mit dem Vereinsmaskottchen, dem Kosaken. Nicht zu vergessen die „Fanshop-Vitrine“ in der man die Fanartikel bestaunen kann, die von Schals über Babystrampler bis hin zu Brotdosen reichen. Amateurverein, anyone?
Das eigentliche Stadion konnte die anfängliche Begeisterung über das Clubheim nicht ganz aufrecht halten. Die Hintertorbereiche sind nicht ausgebaut, auf der Gegengerade befinden sich fünf auf ganzer Länge überdachte Stehstufen und die Haupttribüne besteht aus einer 50 Meter langen, aus Ziegeln gemauerten Tribüne. Diese ist zweistöckig, unten befindet sich der Spielereingang in die Kabinen und oben drüber befinden sich 600 überdachte Sitzplätze. Das Obergeschoss des angrenzenden Vereinsheims wird als eine Art VIP-Loge genutzt.

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Insgesamt finden 5.000 Zuschauer im Sportpark De Zwaaier Platz. Diese können neben dem Fußballspiel und der Anzeigetafel auch ein Kuriosum bewundern, denn links am Sportplatz grüßt eine Werbebande der Ajax Supporters die Kozakken Boys und rechts am Sportplatz tut Gleiches eine Werbebande der Feyenoord Supporters.

23/50

Parkplätze/Anfahrt

Wer früh genug da ist, kann sich kostenlos direkt vor das Stadion stellen, weitere Parkplätze sind 5 Minuten Fußweg entfernt. Der Verein warnt auf seiner Webseite recht eindringlich davor, sich einfach in irgendwelche Straßen zu stellen.
Da das Stadion am Ortsrand liegt, ist man in 5 Minuten auf der Autobahn.

Züge gibt’s auch in Werkendam nicht. Für die öffentliche Anreise nutzt man das Transferium an der Autobahnabfahrt, eine Art Treffpunkt von Überland- und Regionalbussen, die es in den gesamten Niederlanden gibt. Vom Transferium kann man 1x stündlich in 5 Minuten zum Sportpark fahren. Überlandbusse fahren unter Anderem nach Breda und nach Gorinchem.

12/20

Verpflegung/Einlass

Draußen an der Weihnachtsmarkt-ähnlichen Bude neben der Haupttribüne gibt es Hot-Dogs, Frikandel-Brötchen und Erbsensuppe. Alles für vertretbare 2€ und der Hot-Dog war gar nicht mal so übel. Im Clubheim kann man sich mit allerhand frittiertem Zeug für einen guten Preis (Pommes 1,90€) in einer guten Menge eindecken, man findet jedoch auch Kuriositäten wie japanische Hühnchen-Sate-Spieße auf der Karte. Getränke gibt es drinnen in allen möglichen Variationen und draußen gibt es Softdrinks, Kaffee und Bier. (Softdrinks 1,70€) Gute Auswahl, günstige Preise. Passt.

20/20

Eintrittspreise/Vorverkauf

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Der Kassenrentner war mit Englisch einigermaßen überfordert, als er aber verstanden hatte, was wir von ihm wollen, knöpfte er uns faire 9€ für einen Stehplatz ab. Sitzplätze gibt es für 13€. Dazu verschiedene Ermäßigungen für Rentner und Kinder. Ein Vorverkauf oder gar nur Infos über die Tickets sucht man auf der Webseite leider vergeblich.

13/20

Stimmung/Kulisse

Der Fanclub der Kozakken Boys nennt sich Q-Side Moskitos, hat sich aber nicht wirklich bemerkbar gemacht. Es bestehen freundschaftliche Beziehungen zum FC Lisse, der in der gleichen Liga antritt.
Zu Anpfiff präsentierten die Fans eine Blockfahne, die quasi doppelt so hoch war wie die gesamte Tribüne. Untermalt wurde das Spektakel von einem gewaltigen schwarzen Rauchtopf. Sonst war nix mit Stimmung, erst nach Abpfiff wollte zarte Begeisterung aufkommen. Rijnsburg war mit ca. 50 Fans angereist, die aber verstreut im Stadion standen und sich nur bei einem Abseitstor kurz bemerkbar machten.

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Besuchtes Spiel: Topklasse Zatertag 2015/16 – 10. Spieltag am 31.10.15

Zuschauer: 1.250 / 50 Gästefans

Fotos vom Stadion: flic.kr/s/aHskox21z4

Fotos vom Spiel: flic.kr/s/aHskox21y2

68/110 Punkte

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