Sportpark de Westmaat (Rood) / Spakenburg (NL)

Den Spielbericht findet ihr hier:

Architektur

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Der Sportpark de Westmaat besteht aus einer ganzen Reihe Trainingsplätzen, zwei Sporthallen und eben zwei Fußballstadien, nämlich dem des SV Spakenburg und, 40 Meter weiter westlich, dem der IJsselmeervogels. Dieser verfügt über eine moderne Haupttribüne aus dem Jahr 2007, die im Inneren die Geschäftsstelle und einen Businessbereich enthält und sich über die halbe Längsseite des Spielfeldes erstreckt. Neben einem TV-Podest und der Sprecherkabine finden 1.050 Menschen Platz auf der Tribüne mit der nett anzuschauenden Fassade aus verglasten Rechtecken und rot lackierten Stahlträgern. Links neben der Haupttribüne befinden sich acht nicht überdachte Stehstufen, die als Gästeblock genutzt werden. Gleiches befindet sich auch rechts der Haupttribüne, diese Tribüne wurde für das Derby jedoch mit einer mobilen Sitztribüne überbaut. Die Gegengerade besteht aus fünf Stehstufen für ca. 2.000 Menschen, die komplett überdacht sind und nicht etwa gerade sind, sondern eine eigenartige Krümmung aufweisen, die zur Mitte ihren größten Abstand zum Spielfeld erreicht und sich an den Ecken zum Spielfeld hin deutlich verjüngt. Auf einem Mast über der Gegentribüne weht ein Banner, was den sieben errungenen Amateurmeisterschaften huldigt. Aus dem gleichen Grund hängen vom Dach sieben „Schützenscheiben“ herab. Vor der Tribüne verläuft auf der kompletten Länge eine elektrische Werbebande. Amateurfußball ist in den Niederlanden halt doch teilweise ein Stück anders. Auf der Hintertorseite des Gästeblocks befinden sich nur zwei Stehstufen, ein weiterer Ausbau wird durch die angrenzende Sporthalle nachhaltig verhindert. Die andere Hintertortribüne besteht normalerweise ebenfalls nur aus zwei Stehstufen, für das Derby wurden jedoch zwei Zusatztribünen aufgebaut, eine unüberdachte Stehtribüne mit 5 Stufen und eine 8-stufige Sitztribüne mit Überdachung. Ohne diese Maßnahmen passen ca. 6.500 Zuschauer ins Stadion de Westmaat, für das Derby beträgt die Kapazität 8.500 Zuschauer.In der Ecke neben der Gegengeraden befindet sich noch eine hochmoderne LED-Videowand, einmalig für ein niederländisches Amateurstadion. TV-taugliche Flutlichtanlagen gibt es übrigens nicht, diese werden auch nicht benötigt, da die Topklasse ihre Spiele grundsätzlich zwischen 14 und 15 Uhr anpfeift. Mit etwas Ausbau auf zumindest einer Hintertorseite wäre das Stadion noch reizvoller. Dies ist aber aus Platzgründen kaum zu realisieren und im „normalen“ Alltag reichen die 6.500 Plätze auch dicke aus, wobei die IJsselmeervogels in der letzten Saison immerhin durchschnittlich 2.500 Zuschauer zu ihren Heimspielen begrüßen konnten.

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33/50

Parkplätze/Anfahrt

Kostenlose Parkplätze gibt’s für den normalen Ligaalltag ausreichend direkt am Stadion. Beim Derby parkt man halt am Deich entlang. Dafür gab’s nette Parkplatzordner gratis dazu, denen man es angesehen hat, wie sie sich über jedes deutsche Kennzeichen (und das waren nicht wenige) gefreut haben.
Aber man muss sich halt von der Autobahn aus noch 5 km quer durch die Ortschaft quälen, die aus nicht viel mehr als dieser einen (schmalen) Straße und ca. 20 Kreisverkehren zu bestehen scheint.
Die Sache mit der Eisenbahn ist an Bunschoten-Spakenburg spurlos vorübergegangen, daher muss man mit dem Bus aus dem nahegelegenen Amersfoort anreisen (von dort aus kommt man direkt nach Amsterdam), wofür ca. 20 Minuten einzuplanen sind und dann noch ca. 10 Minuten zum Stadion laufen.

10/20

Verpflegung

Wer eine Fritteusenallergie hat, sollte vorher ausgiebig frühstücken, oder kann sich an Matjes- oder Lachsbrötchen sattfressen. Alles andere kam aus der Fritteuse, dafür war die Auswahl hier sehr erstaunlich. Kibbeling (Backfisch), Frikandeln, Hackbällchen, Käsepasteten, Chicken Nuggets und (nicht aus der Fritte und von mir leider zu spät gesehen) Spießbraten im Brötchen. Zwar war alles nicht unbedingt ganz günstig (Frikandel Speciaal 2,50€), aber geschmacklich durchaus ok. Getränke gab’s auch, Softdrinks, Isodrinks und Bier.

18/20

Eintrittspreise/Vorverkauf

Stehplätze kosten 12€ (im VVK 10€), Sitzplätze schlagen allerdings mit 25€ ins Kontor. Aber sitzen is eh für’n Arsch!

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Ein Thema für sich ist der Vorverkauf. Für einen Drittligisten geradezu luxuriös ist das Angebot, Print-@-Home-Tickets kaufen zu können. Auf Deutsch! Leider nur mit Kreditkarte, ein paar mehr Zahlungsmethoden, z.B. PayPal wären die Kirsche auf dem Sahnehäubchen gewesen. ABER, weiter heißt es auf der Vereinshomepage, dass man Tickets landesweit auch in allen 460 Primera-Shops (das sind so kleine Zeitungs- und Lottoläden) kaufen kann. Habe ich in Venlo ausprobiert, hat nicht geklappt, denn laut dem Typen gibt’s an den Ticketschaltern keine Tickets für die Topklasse, sondern nur Eredivisie und Zweite Liga. Ärgerlich, denn wegen dieser Falschinformation bin ich mal eben 100 km sinnlos durch die Gegend gefahren.

14/20

Stimmung/Kulisse

Derby! Allerdings war die Stimmung nicht wirklich hasszerfressen, sondern hatte an vielen Stellen eher Volksfestcharakter. Es ist ja immerhin ein kleines Kuhdorf und die Wahrscheinlichkeit, seinem Kontrahenten am nächsten Morgen beim Bäcker zu begegnen, ist ungleich höher, als in Liverpool oder in Manchester.
Leider konnte die Stimmung beim Spiel nicht ganz mit den zugegeben etwas hohen Erwartungen mithalten. Zwar gab es beim Einlaufen eine nette Choreo und Pyro auf beiden Seiten, während des durchaus spannenden Spiels blieben die jeweils 20 ultraorientierten Menschen aber weitgehend unter sich. Aber, für so einen Amateurkick war das dann doch nicht so schlecht und was können die Fanblöcke dafür, wenn meine Erwartungen so hoch sind.

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Fazit
Das muss man sich auf jeden Fall mal anschauen. Ich vermute, ein Spiel beim SV Spakenburg dürfte ähnlich interessant sein. Wer nicht unbedingt DAS Stadtderby sehen will, der kann sich auch ein Spiel einer der beiden Mannschaften gegen Sparta Nijkerk anschauen. Das liegt auch nur 5 km entfernt.

Besuchtes Spiel: VV IJsselmeervogels – SV Spakenburg, 26. Spieltag der Topklasse Zaterdag am 4.4.2015

Zuschauer: 8.500

Kontakt: http://www.ijsselmeervogels.nl/

Fotos vom Spiel: Klick

 

75/110 Punkte

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