Wersestadion Ahlen

Architektur

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Das Wersestadion wurde in seiner jetzigen Form 1999 erbaut, obwohl gerade die Haupttribüne aussieht, als wäre das Ding schon mindestens 10 Jahre älter. Überall kaputte Sitzschalen und Blechverkleidungen. Highlight auf dem Ding aber der Grill hinter der Sprecherkabine, für den extra eine Dunstabzugshaube nachträglich ins Dach geflext wurde. Ganze 2 Presseplätze gibt’s momentan auf dieser Tribüne, da sind die aber variabel, in einer „Lagerecke“ standen noch mindestens 10 von diesen kleinen Stecktischchen rum. Die Haupttribüne besteht aus 4 Blöcken und insgesamt gut 2.000 Sitzplätzen. Die zwei äußeren Blöcke sind mit weißen, die inneren Blöcke mit roten Stühlen bestückt und in der jeweils anderen Farbe ist jeweils der Schriftzug „Ahlen“ auszumachen.

Die Gegentribüne besteht durchgängig aus 10 Stehstufen und ist komplett überdacht. Hier findet sich auch der Stimmungskern der Ahlener, die „Compadres Ultras“, da sich unter dem niedrigen Dach mit verhältnismäßig geringen Mitteln ordentlich Rabatz machen lässt. Die Nordtribüne hält die gleiche Anzahl Stehstufen bereit, ist allerdings nicht überdacht. Hier befindet sich der Gästeblock.

Die gegenüberliegende Südtribüne wurde im Jahr 2009 neu gestaltet. Der untere Rang mit den 10 Stehstufen blieb hier komplett bestehen, es wurde allerdings ein Oberrang mit 1.000 Sitzplätzen hinzugefügt und die Tribüne wurde überdacht. Erst wenn man auf dieser Tribüne steht, fällt einem auf, dass diese gekrümmt ist. Von der Haupttribüne sieht das eher aus, als hätten die das Dach falsch draufmontiert. Auf der Südtribüne befindet sich dann auch die Anzeigetafel. Die steht einfach an der Wand unter’m Dach und es werden manuell die Zahlen eingehängt.

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Insgesamt ist das Wersestadion ein schönes, enges Fußballstadion, wo die Tribünen nur 2 Meter vom Spielfeldrand entfernt stehen und da man auf der Hauptribüne leicht erhöht sitzt, kann man das Geschehen von dort auch am Besten verfolgen.

34/50

Parkplätze/Anfahrt

Man quält sich von der A2 erstmal 10 km durch feinste münsterländische Bauernschaften, bis man nicht weit vom Ortseingang zahlreiche Wegweiser zum Stadion erblickt. Vor dem Stadion gibt es ca. 150 kostenlose Parkplätze, an der Straße und einer Schule und einer Veranstaltungshalle in der Nähe sind aber auch genügend Parkplätze vorhanden.

Halbstündig kann man von Hamm oder Bielefeld mit der Bahn anreisen, denn Ahlen liegt an der berühmten WE-Ticket-Stammstrecke Ruhrpott-Hannover. Die ca. 600 Meter vom Bahnhof zum Stadion lassen sich bequem zu Fuß zurücklegen.

14/20

Verpflegung

Bratwurst im Brötchen (2€) und Nackensteak vom Grill und wenn die Friteuse gegangen wäre, hätt’s auch Fritten gegeben. Irgendwann gab’s auch mal Currywurst, aber die war genau wie die Mantaplatte [sic!] auf der Tafel durchgestrichen. Bier und Softdrinks gab’s für relativ freche 2€ für 0.3l zu kaufen. Außerdem musste man sich mit Pfandbechern herumschlagen.

12/20

Eintrittspreise/Vorverkauf

Für 8€ kann man stehen, für 12€ sitzen. Freie Platzwahl inklusive. Zumindest theoretisch kann man auf der Südtribüne auch für 8€ sitzen, denn kontrolliert hat dort niemand.

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Ganz weit hinten dran ist die Homepage. Die Ticketpreise auf dieser sind aus der Saison 10/11 und die Tabelle wurde zum letzten Mal am 20. Spieltag aktualisiert.

14/20

Stimmung/Kulisse

Die Ahlener kündigten an, dass sie heute mit 2.500 Zuschauer rechnen. Hat dann nicht ganz geklappt, denn es haben sich nur knapp mehr als 1.100 Leute ins Wersestadion verirrt. Davon machten gut 50 auf der Gegentribüne ordentlich Alarm, denn diese gehörten zu den „Compadres Ultras“ nebst Anhang. Es war zwar nur 90 Minuten „lalala“, aber dafür eben genau 90 Minuten und auch ansprechend laut und wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir uns in der Oberliga befinden. Auf der Südtribüne standen hinter einer Zaunfahne noch 20 Menschen der Gruppierung „Block G“, die aber außer durch eine Schwenkfahne und gelegentliches Mitklatschen nicht sonderlich in Erscheinung getreten ist. Auch die Haupttribüne ließ sich nicht wirklich begeistern und hat sich nur 1x zu einem Wechselgesang und zu rhythmischem Klatschen bewegen lassen.

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Fazit

Ein wunderbares kleines, enges Fußballstadion wo man in Pokalmatches, gar noch mit Flutlicht und vollem Haus garantiert so manch denkwürdiges Spiel erleben kann. Und auch wenn bei den Ultras der Ahlener recht viele Spinner unterwegs sind, haben das Stadion und die Szene definitiv Potential für mehr als nur die Oberliga Westfalen. Von daher könnte ich mit einem möglichen Aufstieg von Ahlen schon gut leben.

Besuchtes Spiel: 33. Spieltag der Oberliga Westfalen 2014/2015 am 07.06.2015 – RW Ahlen vs. SV Zweckel (1:0)

Zuschauer: 1.113/10

Kapazität: 12.500 / 3.000 überdachte Sitzplätze und 9.500 Stehplätze, davon ca. 6.000 überdacht

74/110

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