Kehrwegstadion, Eupen (B)

Kehrwegstadion

Architektur

Das Kehrwegstadion liegt in Eupen, der 19.000 Einwohner zählenden Hauptstadt der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens auf einem steilen Hügel mitten in einem Wohngebiet. Nach dem überraschenden Aufstieg des KAS Eupen in die erste Liga wurde das Stadion im Herbst 2010 an die gestiegenen Bedürfnisse angepasst. So bietet das Stadion mittlerweile vier voll ausgebaute Tribünen. 
Kämpft man sich langsam den zum Stadion führenden Hügel hoch, steht man erstmal vor der mächtig aufragenden Hintertortribüne, die den Gästefans vorbehalten ist. Wer für die anderen Tribünen eine Karte haben will, muss erstmal quer durch’s Wohngebiet zum Haupteingang latschen, der praktischerweise eine Stunde vor Spielbeginn noch nicht geöffnet war.
An einem etwas provisorisch wirkenden Kassenhäuschen betritt man schließlich hinter der zweiten Hintertortribüne das Stadion. Hinter der Tribüne befinden sich fünf Bretterbuden, wo sich der Fan mit Getränken und Essen eindecken kann und wo sich noch ein Fanshop befindet. Die Tribüne selbst besteht aus 10 Stehstufen für 2.200 Menschen und ist komplett überdacht. Die Gästetribüne gegenüber ist ungefähr doppelt so groß und steiler ausgeführt als die Heimtribüne. Diese bietet Platz für bis zu 2.400 Gästefans, allerdings werden ausschließlich Sitzplätze angeboten. Die Gegentribüne besteht ebenfalls komplett aus Sitzplätzen, allerdings ist die Gegengerade zweigeteilt. Den weitaus größeren Teil nimmt die überdachte Tribüne ein, die ca. 70 Meter lang ist und Platz für 1.850 Menschen bietet. Zwischen dieser und der Gästetribüne wurde die Lücke mit einer etwas niedrigeren, nicht überdachten Sitztribüne aufgefüllt, die 400 Plätze bereitstellt.
Die Haupttribüne erstreckt sich über die Hälfte der gegenüberliegenden Seite. Hier können auf 7 Sitzreihen 800 Zuschauer überdacht sitzen. Außerdem befinden sich 150 VIP-Sitze und der Business-Bereich hinter einer Glasfassade. Unter dem Dach hängt noch die „Reporterkabine“, bzw. ein Kamerapodest. Dieses weiß mit einem Warnhinweis zu beeindrucken, laut dem die maximale Stehhöhe lediglich 1,60m beträgt. Links neben der Haupttribüne befindet sich das, für die zweite belgische Liga offensichtlich verpflichtende Vereinsheim, das neben der obligatorischen Cafeteria den Presseraum und im Untergeschoss die Toiletten beherbergt. Rechts neben der Haupttribüne befinden sich noch einige nicht überdachte Stehplätze für 500 Leute.

Kapazität: 8.363 / 5.448 Sitzplätze (5.040 überdacht), 155 Business Seats, 2.760 Stehplätze (2.200 überdacht)

36/50

Parkplätze/Anfahrt

Eupen liegt direkt an der A3 Lüttich-Aachen. Von der Autobahn sind es ca. 5 km bis zum Stadion. Parken kann man da allerdings eher so mittelgut, daher wird zu zeitiger Anreise geraten.
Vom Bahnhof kann man in 20 Minuten zum Stadion laufen, sollte sich aber auf einige Höhenmeter einstellen. Also besser die Walkingstöcke mitnehmen. Man kann alternativ auch in 5 Minuten mit dem Bus fahren, der direkt vor dem Stadion hält. Zum Bahnhof selbst kommt man aus Aachen in 40 Minuten mit der Bahn, oder in einer Stunde mit dem Bus.

13/20

Verpflegung

Hinter der Fantribüne stand ein Hamburger-Truck, der diese für 5€ verkaufte. In einer windschiefen Bretterbude neben der Cafeteria wurden noch labberig aussehende Hot-Dogs für je 3€ an den Mann gebracht.
Softdrinks gab es für 2€ (0,25l draußen, 0,2l im Businessbereich on the rocks), Bier für 3€ (0,4) und im Businessbereich und in der Cafeteria gab es noch verschiedene Heißgetränke.

10/20

Eintrittspreise/Vorverkauf

Stehplätze kosten 10€, egal ob Dach oder Open-Air. Sitzen kann man für 15€ (ermäßigt 7€), bzw. 20€ auf der Haupttribüne mit Zugang zum Businessbereich. Alle Infos gibt es übersichtlich auf as-eupen.be/stadion/tickets/
Dort besteht auch die Möglichkeit, Tickets per Mail zu reservieren. Beim Pokalspiel konnte man für 8€ sitzen und für 4€ stehen.

16/20

Stimmung/Kulisse

Bedingt durch den Pokalkick gegen einen unterklassigen Gegner, war es
Der Eupener an sich hat einen breiten rheinischen Dialekt vorzuweisen, den er bevorzugt für niveauvolle Pöbeleien gebraucht. Für Unterhaltung war auf der Haupttribüne definitiv gesorgt.
Etwas fußballbezogene Stimmung versucht die 20-köpfige Ultragruppe „Zebras Eupen“ ins Haus zu bringen, was aufgrund der verregneten Tristesse nicht sonderlich erfolgreich verlief. Immerhin war aber 60 Minuten Action von denen zu vernehmen.

Besuchtes Spiel: 4. Runde KBVB Beker 2015/2016, KAS Eupen – Royal Cappellen FC (4:1) am 16.08.2015

Zuschauer: 510 (20 Gästefans)

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